Fabian Reese (l) von Holstein Kiel und Joshua Mees von Jahn Regensburg in Aktion., © Ulrich Gamel/Kolbert-press/dpa

Jahn stoppt Negativserie mit neuem System: Nullnummer «okay»

Die Nullnummer gegen Holstein Kiel bewerteten beim Fußball-Zweitligisten SSV Jahn Regensburg alle in erster Linie als einen Punkt für die Moral nach den jüngsten Tiefschlägen. «Es ist wichtig, Charakter zu zeigen, sich nicht zu verstecken. Die negativen Erlebnisse, die du kriegst, hinterlassen ja schon Spuren», sagte Trainer Mersad Selimbegovic nach dem 0:0 am Samstag mit Blick auf seine Spieler, die eben auch nur Menschen seien.

«Am Ende ist es wichtig, dass du diese negative Serie irgendwie unterbrichst. Das haben wir geschafft», betonte Selimbegovic. «Das war okay, das war in Ordnung», urteilte auch Sportchef Roger Stilz nach den 90 Minuten im Bayerischen Rundfunk.

Nach drei Niederlagen am Stück, darunter zuletzt ein 0:6 und 0:4, machte insbesondere die Defensivleistung Mut für die kommenden Aufgaben. «Es war besser als die letzten drei Spiele. Es war ein klassisches 0:0-Spiel. Der Punkt war wichtig. Und wieder zu Null zu spielen, war auch wichtig. Jetzt haben wir die schlechten Ergebnisse gestoppt», sagte Stürmer Andreas Albers. Was aber erneut fehlte, war ein eigenes Tor. Diese Flaute hält nun schon fünf Spiele lang an.

Selimbegovic sah sich aus personellen Gründen gezwungen, die Mannschaft umzubauen und wegen fehlender Außenverteidiger sogar das System zu wechseln. «Das ist Gott sei Dank gut aufgegangen», sagte Selimbegovic. Albers bewertete den Systemwechsel als gelungen: «Das war sehr stabil.» Stilz lobte Team und Trainer für die Ausführung der neuen Taktik. Selimbegovic mache «einen tollen Job», sagte Stilz.

Verheißungsvoll verlief das Jahn-Debüt von Blendi Idrizi (24). Der Leihspieler des FC Schalke 04 fiel mit seiner Ballsicherheit und Übersicht an der Seite von Kaan Caliskaner im Mittelfeld bis zu seiner Auswechslung während der zweiten Hälfte positiv auf.

«Die beiden Jungs auf der Doppelsechs haben es sehr ordentlich gemacht», sagte Selimbegovic und fügte lachend mit Blick auf den Last-Minute-Zugang hinzu, «auch wenn Blendi vielleicht noch nicht alle Namen seiner Kollegen kannte».