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Feuer: Großeinsatz der Feuerwehr in München

München (dpa/lby) – Ein ganzer Berg alter Elektrogeräte ist in einem Recyclinghof in München in Brand geraten, mehrere Stadtteile wurden von stinkendem Rauch überzogen. Rund 80 Feuerwehrleute waren von Montagnacht bis zum Nachmittag im Einsatz, bis das Feuer gelöscht und alle Glutnester beseitigt waren. Messungen hätten aber ergeben, dass keine giftigen Gase freigesetzt worden seien, sagte ein Feuerwehrsprecher. Verletzt wurde niemand.

Das Feuer brach gegen 3 Uhr früh in einem Berg von Elektroschrott auf dem Recyclinghof im Stadtteil Aubing aus. Von Waschmaschinen bis Kabeln war «alles mit drin, da war noch nichts sortiert», sagte ein Feuerwehrsprecher. Der Geschäftsführer der Recyclingfirma Alfa Recycling, Karl-David Schlehenkamp, sagte dem Bayerischen Rundfunk, für den beißenden Geruch des Rauchs sei der hohe Gummianteil in den Waschmaschinen verantwortlich.

Nach ersten Erkenntnis gibt es keine Hinweise auf Brandstiftung, sagte ein Polizeisprecher. Auf Recyclinghöfen bestehe erhöhte Gefahr, dass verschiedene Stoffe zusammenkommen, die miteinander reagieren und so einen Brand auslösen könnten. Ein Feuerwehrsprecher sagte, bei der Entsorgung von Handys, alten Elektrorollern und anderer Elektrogeräten samt der Akkus bestehe immer die Möglichkeit, dass es zu einem Brand kommt.

Anwohner der Stadtteile Aubing, Langwied, Allach, Untermenzing, Obermenzing und Pasing sollten wegen der Rauchentwicklung Türen und Fenster bis mittags geschlossen halten. Die Feuerwehr bekämpfte unter Atemschutz den immer wieder aufflammenden Brand. Mit einem Bagger wurde der Schrottberg schließlich abgetragen und Schritt für Schritt gelöscht. Am Nachmittag waren nur noch vier Fahrzeuge als Brandwache vor Ort.

Im Juni hatte in Bächingen an der Brenz (Landkreis Dillingen an der Donau) die Lagerhalle einer Recyclingfirma gebrannt. Die Betreiber vermuteten, dass Batterien einen Müllhaufen entzündet haben könnten. Es war nicht das erste Feuer in den Lagerhallen des Unternehmens. In einer Recyclingfirma in Wörth an der Isar (Landkreis Landshut) hatten ebenfalls im Juni Autokarosserien und Schrott gebrannt.