Raser-Prozess: Reue im Prozess um tödlichen Unfall

Das Auto als Waffe: Immer wieder kommt es zu Unfällen wegen Rasern. In Selb ist Anfang Februar ein unbeteiligter Schüler totgefahren worden. Der Fahrer muss sich seit gestern vor dem Hofer Landgericht wegen Mordes verantworten. Die Frage, die es zu klären gilt: war es ein illegales Autorennen? Beim Prozessauftakt zeigte sich der inzwischen 21 Jahre alte Deutsche reuig. Mit gesengtem Kopf und Tränen in den Augen, sagte er, dass er es unendlich bedauere, dass dieser Unfall passiert sei und bat die Familie um Verzeihung. Ein Autorennen bestreitet der Angeklagte. Er sei wohl zu schnell gefahren, wollte ausweichen, habe es aber nicht geschafft. Ein Autorennen gefahren zu sein, bestreitet er. Nebenklage-Vertreter Frank Stübinger im TVO-Interview:

Ob bei dem 21-Jährigen Jugendstrafrecht oder Erwachsenenrecht angewendet wird, will das Landgericht im Laufe des Verfahrens entscheiden. Kommt es zu einer Verurteilung wegen Mordes nach Jugendstrafrecht, droht dem Angeklagten eine Freiheitsstrafe von 15 Jahren, nach Erwachsenenstrafrecht lebenslange Haft. Der Prozess wird heute fortgesetzt – ein Urteil wird Mitte Oktober erwartet.