Das Justizgebäude in Aschaffenburg., © picture alliance / dpa

Prozess um tödlichen Brückensturz in den Main im November

Nach dem tödlichen Sturz eines Mannes von einer Mainbrücke in Unterfranken soll der Prozess gegen den Verdächtigen am 10. November beginnen. Das Landgericht Aschaffenburg hat die Anklage zugelassen, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte. Insgesamt sind bis zum 22. Dezember acht Prozesstage terminiert. Zuvor hatte auch das «Main-Echo» (Dienstag) darüber berichtet. Angeklagt ist ein zur Tatzeit 34-Jähriger, der seinen Bekannten am 17. Februar dazu animiert haben soll, zwischen Wörth und Erlenbach (Landkreis Miltenberg) in den Fluss zu springen. Der Angeklagte sitzt in Untersuchungshaft.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann gefährliche Körperverletzung, räuberische Erpressung sowie Mord in mittelbarer Täterschaft vor. Das bedeutet, ein Täter nutzt jemand anderen als «Werkzeug» für die Begehung der Tat, führt also die Handlung nicht selbst aus.

Das Motiv des Verdächtigen ist unbekannt. Die Ermittler vermuten nach früheren Angaben, dass der Mann das Opfer zuvor geschlagen hat. Die Männer kannten sich laut Staatsanwaltschaft seit einigen Jahren. Als Todesursache gilt ein Reflextod beim Eintauchen des 30-Jährigen in das kalte Wasser als wahrscheinlich.

Der Angeklagte war in Rheinland-Pfalz festgenommen worden. Die Leiche wurde gut drei Wochen nach dem Sprung an der Schleuse des Kraftwerks Kleinwallstadt an der bayerisch-hessischen Landesgrenze gefunden.