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Prozess um Millionen-Abzocke beim Online-Dating gestartet

München (dpa/lby) – Vor dem Landgericht München I hat am Donnerstag ein Prozess um Abzocke beim Online-Dating begonnen. Ein Deutscher, ein Nigerianer und ein Ghanaer müssen sich wegen Betrugs verantworten. Sie sollen mit weiteren Tätern auf Dating-Plattformen im Internet wie ElitePartner und LoveScout 24 falsche Profile angelegt, andere Nutzerinnen und Nutzer angeflirtet und sie schließlich um Geld geprellt haben. Insgesamt sollen mehr als eine Million Euro Beute zusammengekommen sein.

Den größten Teil davon zahlte laut Anklage eine Frau aus Starnberg, die auf der Plattform ElitePartner einen US-Soldaten namens Thomas Stabler kennenlernte, der nie existierte. Ihm überwies sie 380 900 Euro, einem angeblichen Anwalt gab sie im Hotel Bayerischer Hof in München zusätzlich noch 128 000 Euro in bar.

Die Hauptverhandlung wurde nach Verlesung der Anklageschrift zunächst für Absprachen zwischen den Prozessbeteiligten und Verhandlungen über einen möglichen Deal unterbrochen.