Prozess um Babyleiche in Plauen geht weiter: Mutter will sich heute selbst äußern

Vor etwa einem Jahr haben Rettungskräfte einen schrecklichen Fund gemacht: Ein totes Baby liegt in einer verwahrlosten Wohnung in Plauen – versteckt unter Wäschestücken. Die Mutter muss sich deshalb vor dem Landgericht Zwickau wegen Totschlags verantworten. Heute geht der Prozess weiter.

Beim Prozessauftakt im Januar ist die Angeklagte mehrfach in Tränen ausgebrochen, zu den Vorwürfen selbst wollte sie aber nichts sagen. Heute will sie ihr Schweigen offenbar brechen. Ihr ehemaliger Verlobter hatte als Zeuge berichtet, dass sie ihm am Telefon gestanden habe, dass das Mädchen bei der Geburt gelebt hatte. Der Gutachter sagte aus, dass die Mutter ihm gesagt habe, dass sie mit einem weiteren Kind überfordert wäre. Auch ihrer Mutter sagte sie nichts, nachdem ihr die Gewichtszunahme aufgefallen sei. Die Angeklagte soll das Kind zu Hause zur Welt gebracht und es anschließend in einem Schrank abgelegt haben.