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ProSiebenSat.1 dämpft Umsatzerwartungen und senkt Dividende

München (dpa) – Der Medienkonzern ProSiebenSat.1 kann seine bisherigen Ziele für das Gesamtjahr nicht mehr erreichen. Das Unternehmen korrigierte seine Umsatzerwartungen deshalb nach unten. Zudem müssen Anleger Abstriche bei der Dividende hinnehmen. An der Börse brach die Aktie am Donnerstag um mehr als 17 Prozent ein.

Die einbehaltene Dividende wolle der Konzern in zukünftiges Wachstum investieren. Dabei soll der Fokus vor allem auf eigenen, lokalen Inhalten liegen, die auf allen Plattformen ausgespielt werden können.

Im dritten Quartal lag der Umsatz von ProSieben bei 892 Millionen Euro, ein Anstieg von einem Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Für 2018 geht der TV-Sender nun von einem Umsatzrückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich auf rund 4 Milliarden Euro aus (2017: 4,1 Mrd Euro). Grund seien die Entkonsolidierungen des Video-on-Demand-Portals Maxdome, des Online-Fitness-Anbieters 7NXT und des Reiseveranstalters Tropo, die bis zum Ende des dritten Quartals erfolgt seien.

Bereinigt um Konsolidierungs- und Währungseffekte sollen die Erlöse im niedrigen einstelligen Prozentbereich wachsen. Zuvor war ProSiebenSat.1 von einem Anstieg des nicht bereinigten Konzernumsatzes im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich sowie des bereinigten Konzernumsatzes im mittleren einstelligen Prozentbereich gegenüber dem Vorjahr ausgegangen.

Im dritten Quartal ging der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um ein Drittel auf 187 Millionen Euro zurück. Der bereinigte Konzernüberschuss sank um etwa ein Viertel auf 75 Millionen Euro.