Auf Rohren ist ein Aufkleber mit der Aufschrift «Wasserstoff» angebracht., © Nicolas Armer/dpa/Archivbild

Probleme für Wasserstoff-Produktion: Wunsiedel wird dieses Jahr damit leben müssen

Ab März greift in Deutschland die Strompreisbremse, die uns bei den Kosten entlasten soll. Was uns freut, ist für die Elektrolyseanlage in Wunsiedel ein Problem. Schuld sind die Nebenbestimmungen der Regelung, die sich aber wohl bis April 2024 nicht umgehen lassen. Das ist zumindest die Einschätzung des hochfränkischen SPD-Bundestagsabgeordneten Jörg Nürnberger.
Das Hauptproblem sind vor allem die Kosten. Die Elektrolyse-Anlage ist für die Produktion auf einen günstigen Strompreis angewiesen. Im Moment kann sie aber keine Direktverträge mit umliegenden Wind- und Solarparks abschließen. Die Bundesregierung würde den günstigeren Strom nämlich trotzdem mit dem Börsenpreis veranschlagen, auch wenn er deutlich günstiger wäre. Diesen vermeintlichen Gewinn würde der Staat zu 90 Prozent abschöpfen, um die Bremse zum Teil zu finanzieren. Auf diese Weise wären ein Vertragsabschluss zwischen den Lieferanten und der Anlage, sowie die Produktion nicht rentabel. Jörg Nürnberger meint, Wunsiedel werde in diesem Jahr mit der Situation leben müssen. Diese sei jedoch nur vorübergehend. Die Maßnahmen seien dazu da, um die Lage auf den Energiemärkten beherrschbar zu machen. Auf die dauerhafte Produktion in Wunsiedel habe das hoffentlich keinen Einfluss, so Nürnberger.