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Pro und Kontra Wolf: Internationales Symposium

Halberstadt (dpa/sa) – Der Wolf steht im April im Mittelpunkt eines Internationalen Symposiums in Halberstadt. Wissenschaftler, Jäger und Förster aus dem In- und Ausland wollen sich vom 25. bis zum 28. April unter dem Titel «Der Wolf in Europa – Utopie und Wirklichkeit» austauschen, wie die ausrichtende Gesellschaft für Wildtier- und Jagdforschung am Freitag in Halle mitteilte. Mitveranstalter seien die Landesjagdverbände Sachsen-Anhalt, Sachsen und Bayern sowie die Fakultät für Forstwissenschaften der Universität Zagreb.

In Vorträgen gehe es unter anderem um die Frage, inwieweit der Wolf Teil einer funktionierenden Kulturlandschaft sein kann. Referenten würden aus Kroatien, Schweden, Serbien und Frankreich berichten, hieß es. Auch Herdenschutz für Weidetierhalter und die Begutachtung von Nutztier-Rissen sollen Themen der Tagung sein.

Es sei dringend notwendig, mit «pseudowissenschaftlichen Fehlinformationen und utopischen Vorstellungen» aufzuräumen, heißt es in der Einladung. In vielen Ländern werde der Wolfsbestand reguliert, ohne die Art in ihrer Existenz zu gefährden. In Deutschland leben nach Angaben der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) aktuell 73 Rudel, 31 Paare sowie drei Einzeltiere – hauptsächlich in Niedersachsen, Sachsen und Brandenburg.