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Polizist soll Krebskranken betrogen haben: Prozess

Würzburg (dpa/lby) – Ein Polizist muss sich vom 30. September an wegen Betruges und Drogenbesitzes vor dem Amtsgericht Würzburg verantworten. Der Angeklagte soll einen krebskranken Mann unter einem Vorwand um mehr als 83 000 Euro gebracht haben. Nach Gerichtsangaben vom Mittwoch hatte das mutmaßliche Opfer dem 42-Jährigen eine Vorsorgevollmacht erteilt. Zudem soll der Angeklagte die Medikation und häusliche Pflege des Geschädigten organisiert haben.

Die Anklage geht davon aus, dass der Polizist im Jahr 2017 dem Kranken vorgaukelte, er brauche Geld für ein Schmerzmittel und für die Pflege- und Krankenkasse. Tatsächlich soll der 42-Jährige das Geld aber für sich behalten haben.

Zudem ist der Mann wegen des Kaufs von 200 Gramm Marihuana angeklagt und wird beschuldigt, etwa 170 Gramm Haschisch besessen zu haben. Für den Prozess vor einem Schöffengericht sind sechs Verhandlungstage angesetzt. Der Polizist ist nicht im Dienst.