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Polizist schießt auf flüchtenden Täter: Mann bekommt keinen Schadenersatz

Wenn Polizisten zur Schusswaffe greifen und damit jemanden anschießen, muss es schon zum Äußersten gekommen sein. So ist das aus Sicht des Landgerichts Zwickau auch bei einem bereits verurteilten Dieb gewesen. Er hatte unter anderem gegen den Freistaat Sachsen geklagt und Schadensersatz gefordert. Das Gericht hat die Klage jetzt abgewiesen. Der Kläger gab an, dass er in Heinsdorfergrund ein Quad verkaufen wollte und gewartet hat. Dabei habe ihn ein Beamter von hinten ins Bein geschossen. Das Gericht sah es dagegen als erwiesen an, dass der Mann erst den Polizisten eine Eisenstange entgegenwarf. Daraufhin gab es einen Warnschuss und der Mann floh. Als er nach weiteren Warnschüssen nicht stehengeblieben ist, folgte der Schuss in das Bein. Der Kläger kann Berufung gegen das Urteil einlegen.