Ein Polizeiwagen mit eingeschaltetem Blaulicht., © Carsten Rehder/dpa/Symbolbild

Polizei will mit DNA-Reihentestung Vergewaltiger finden

Rund eineinhalb Jahre nach einer Vergewaltigung in Regensburg will die Polizei dem Täter mit einer großangelegten DNA-Reihentestung auf die Spur kommen. 500 Männer, die zur Täterbeschreibung passen und einen «Bezug zur näheren Umgebung» des Tatorts hatten, werden zur Speichelprobe gebeten, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte.

Anfang November 2020 war eine junge Frau laut Polizeiangaben zufolge im Donaupark überfallen und vergewaltigt worden. Der Täter hatte sie demnach mit einem Revolver bedroht. Die Polizei vermutet, dass mit diesem Verbrechen möglicherweise weitere Taten in Verbindung stehen.

Im Februar 2021 hatten bereits 200 Männer an einer DNA-Reihenuntersuchung im Zusammenhang mit dem Fall teilgenommen, da Rechtsmediziner eine DNA-Spur des Täters gesichert hatten. Doch ein Verdächtiger war nicht dabei. Nun hat das Amtsgericht Regensburg auf Antrag der Staatsanwaltschaft eine neue Reihentestung angeordnet. Die in Frage kommenden Männer können allerdings nicht zur Teilnahme gezwungen werden.