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Polizei warnt vor Trickbetrug-Anrufen

Augsburg (dpa/lby) – Mit Schockanrufen über angeblich lebensbedrohlich verletzte Unfallopfer versuchen Trickbetrüger im Raum Augsburg besorgte Angehörige auszunehmen. Nach Angaben der Polizei hat beispielsweise eine Frau einen Anruf angeblich aus dem Augsburger Uniklinikum erhalten, wonach ihre Tochter nach einem Arbeitsunfall im Sterben liege. Die Tochter könnte zwar noch behandelt werden, dafür müsse aber aus Berlin für 28 000 Euro ein Medikament eingeflogen werden. Dafür sollen die Betrugsopfer ganz schnell zahlen.

Nach Angaben des Universitätskrankenhauses gab es am Mittwoch «zahlreiche aufgeregte Anrufe» in dem Klinikum von Menschen, die solche Betrugsanrufe erhalten hätten. Wer solche «Fake-Anrufe» erhalte, solle keinesfalls reagieren und wieder auflegen, empfahl eine Sprecherin des Uniklinikums.

Die Betrugsmasche orientiert sich an den altbekannten «Enkeltrick»-Anrufen, bei denen angebliche Verwandte oftmals ebenfalls für vermeintliche Notlagen Geld verlangen. Opfer der Betrüger sind dabei oft hochbetagte Senioren. Die Masche mit den angeblichen Anrufen aus dem Krankenhaus sei in dieser Form aber neu, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums in Augsburg.

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