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Festnahmen nach Schutzgelderpressung

Aschaffenburg (dpa) – Spezialeinheiten der Polizei haben drei Männer im Rhein-Main-Gebiet wegen der Erpressung von Schutzgeld festgenommen. Einen 30-Jährigen aus dem Rockermilieu überwältigten die Beamten am Bahnhof in Aschaffenburg, als diesem 10 000 Euro Bargeld übergeben worden waren, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag mitteilten.

Die Ermittler gehen davon aus, dass er das Geld zuvor mit zwei Komplizen bei einem Handwerker erpresst hatte. Sie drohten ihm demnach mit dem Tod, sollte er das Schutzgeld nicht zahlen. Die 32 und 43 Jahre alten Mitverdächtigen wurden in Frankfurt/Main von einem Spezialeinsatzkommando festgenommen.

Die drei am Freitag Festgenommenen schickte ein Richter am Samstag in Untersuchungshaft. Sie sitzen nun in unterschiedlichen Gefängnissen. Zu welcher Rockergruppierung der in Aschaffenburg festgenommene Mann gehört, wollten die Ermittler nicht sagen. Bei den beiden andern Männern prüft die Kriminalpolizei derzeit, ob sie auch aus dem Rockermilieu sind.

Nach Angaben eines Polizeisprechers hatte das Trio schon zwei Mal bei dem 46 Jahre alten Handwerker kleinere dreistellige Geldbeträge erpresst. Bei den Durchsuchungen der Wohnungen der Verdächtigen entdeckten die Beamten zwei Schreckschusswaffen, gut 700 Gramm Kokain, 300 Gramm Marihuana, etwas Amphetamin und rund 66 000 Euro Bargeld. Bei dem Geld gehen die Ermittler davon aus, dass es aus anderen Straftaten kommt.