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Polizei kontrolliert Jugendliche nach Krawallen

München (dpa/lby) – Nach Krawallen an den zurückliegen Wochenenden im Englischen Garten hat die Polizei in München diesmal eine positive Bilanz gezogen. Größere Zwischenfälle gab es keine. Und vor allem: «An beiden Tagen war die Stimmung zu keiner Zeit aggressiv oder angeheizt», hieß es am Sonntag bei der Münchner Polizei, die diesmal von Anfang an eine größere Präsenz gezeigt hatte.

Die Beamten hatten aus den Erfahrungen der vergangenen Wochen Konsequenzen gezogen. Deutlich mehr Streifen beobachteten die Szene, kontrollierten Jugendliche, ließen sich die Inhalte von Rucksäcken zeigen und forderten den einen oder anderen auf, hochprozentigen Alkohol auszuschütten. Einige Teenager wurden auch abgeführt.

An diversen Ecken der Hauptwiese, wo Leute mit freiem Oberkörper in der Sonne lagen, Frisbeescheiben warfen und Volleyball spielten, standen die Beamten in voller Montur, den Helm griffbereit. Ihre Fahrzeuge waren von Weitem zu sehen. Die Botschaft war klar: Ausschreitungen sollten schon im Keim erstickt werden.

Am Freitag gab es laut Polizeibericht zunächst eine Versammlung von etwa 700 Personen im Englischen Garten. Insgesamt 78 Personen wurden dabei kontrolliert, drei Platzverweise ausgesprochen. Zwei 15-Jährige und ein 16-Jähriger wurden beim Diebstahl eines Rucksacks beobachtet und festgenommen. Am Samstag versammelten sich bei schönem Sommerwetter erneut etwa 800 Personen, diesmal gab es 125 Personenkontrollen und sechs Platzverweise. Ein 15-Jähriger Rucksack-Dieb wurde gestellt und festgenommen.

An den vergangenen beiden Wochenenden hatte die Polizei zwei größere Versammlungen in der Parkanlage aufgelöst. Nach Flaschenwürfen waren die Beamten mit Schlagstöcken gegen die Jugendlichen vorgegangen. Am Samstag darauf richtete sich die aufgeheizte Stimmung bei einigen Parkbesuchern wieder gegen die Beamten. Auch die Besatzung eines Feuerwehrfahrzeuges wurde damals angegriffen.