Plauen: Stadtrat debattiert über Theater-Ehe mit Zwickau

Die Plauener Stadträte debattieren heute über die Fortführung der Theater-Ehe mit Zwickau und den Beitritt zum Kulturpakt des Freistaats Sachsen. Unterdessen appelliert der Generalintendant des Theaters Plauen-Zwickau, Roland May, in einem offenen Brief an die Plauener Stadträte, ihre Entscheidung in Sachen Theater gut zu überdenken.

May erkennt an, dass der Kulturpakt eine „einmalige Chance“ biete, Haustarife für viele Theaterbelegschaften in Sachsen zu beenden. Und er plädiert dafür, alles dafür zu tun, dass sich die Situation der Beschäftigten verbessert. Für problematisch hält May es allerdings, dass Zwickau nach bisher vorgelegten Papieren künftig allein über „wesentliche Veränderungen des Unternehmens“ entscheiden könne: von der Streichung freier Stellen bis zur Orchesterreduzierung könnte alles ohne Vetomöglichkeit von Plauen angegangen werden. Deshalb sei es nicht ausgeschlossen, dass Plauen als Stadt mit 120-jähriger Theatergeschichte bald ohne ansässige Künstlerinnen und Künstler dastehe.

CDU und Linke in Plauen haben beantragt, dem Kulturpakt nicht zu 100 Prozent beizutreten – sie wollen die aktuellen Gesellschafteranteile unverändert lassen.