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Plakat über ICE-Gleis gespannt: Tatverdächtige ermittelt

Würzburg (dpa/lby) – Nach einem Anschlag auf eine ICE-Strecke in Unterfranken hat die Polizei jetzt zwei Tatverdächtige ermittelt: Ein Ehepaar, ein 36-jähriger Mann und eine 34-jährige Frau aus dem Landkreis Bad Kissingen, werden verdächtigt, am Dreikönigstag ein Plakat über die Gleise gespannt zu haben, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch und bestätigte einen Bericht der «Mainpost».

Die Kripo habe Wohnungen durchsucht, Beweismittel sichergestellt und die Tatverdächtigen vernommen. Erkenntnisse deuteten darauf hin, dass das Motiv «im Bereich einer Protestaktion von Corona-Leugnern zu finden ist», sagte der Polizeisprecher. Der Ermittlungserfolg sei auch einem Hinweis aus der Bevölkerung zu verdanken.

Ein aus Schweinfurt kommender ICE hatte am 6. Januar eine über Holzlatten gespannte Plane mit der Aufschrift «Dieses Mal Fake» durchfahren. Der Lokführer leitete eine Notbremsung ein. Der Triebwagen wurde leicht beschädigt. Verletzt wurde niemand. Polizisten fanden später entlang der Bahnstrecke zwischen Waigolshausen und Gemünden weitere, ebenfalls mit Holzlatten über den Gleiskörper gespannte Plakate.

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