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Photovoltaik auf Schulen gut für Klima und spart Geld

München (dpa/lby) – Die Kosten für Photovoltaik-Anlagen auf allen Schulgebäuden in Bayern sind laut einer Studie schon nach spätestens neun Jahren durch eingesparte Energiekosten wieder amortisiert. Die von den Grünen im Landtag in Auftrag gegebene Studie, die der Deutschen Presse-Agentur in München vorliegt, rechnet für die Anlagen auf den 4771 Schulgebäuden mit Kosten von rund 500 Millionen Euro, dem gegenüber stehen Stromeinsparungen von 65 Millionen Euro. Demnach wäre die Investition je nach Zinssatz in acht bis neun Jahren – und damit innerhalb der Lebensdauer der Anlagen – wieder egalisiert.

«Wir brauchen einen Ausbau-Booster für unsere Schuldächer, jede neue PV-Anlage ist ein zusätzlicher Baustein für eine gelingende Energiewende», sagte Grünen-Fraktionschef Ludwig Hartmann. Der Ausbau der Dachflächenphotovoltaik auf Bayerns Schuldächern sei sowohl ökonomisch als auch ökologisch ein Hauptgewinn. Der energiepolitische Sprecher der Fraktion, Martin Stümpfig, betonte: «Beim Solarausbau auf den Schuldächern wird die Söder-Regierung ihrer Vorbildfunktion nicht gerecht.» Mit den Anlagen auf allen Schulen könnten jährlich 250 000 Tonnen klimaschädliches CO2 eingespart werden.

In Bayern strebt die Staatsregierung eine deutliche Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien in der Stromerzeugung an. Hierbei setzt die schwarz-orange Koalition aber weniger auf Wind- und primär auf Sonnenenergie. Für den Ausbau von Photovoltaik bieten sich sowohl Freiflächen als auch Gebäude an. Gerade öffentliche Gebäude und damit unter anderem auch Schulen könnten bei Gebäude-Photovoltaik (PV) als Vorbild vorangehen, so die Autoren der Studie, die Münchner Forschungsgesellschaft für Energiewirtschaft.

Die Studie geht davon aus, dass die Photovoltaik-Anlagen auf allen rund 4800 bayerischen Schulen rund 570 Gigawattstunden Strom pro Jahr klimafreundlich erzeugt werden könnten. Davon würde etwa ein Drittel selbst verbraucht und der Strombezug aus dem Netz nahezu halbiert.

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