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Pflegemissstand in Hof: Unternehmerin prellt Angestellte um Mindestlohn

Vor einigen Wochen ging es in der ARD-Krimireihe Tatort um zwielichtige Pflegedienste. Der reale Tatort heißt Hof. Nur sind die Geschädigten in diesem Fall nicht die Pflegebedürftigen, sondern das Pflegepersonal.

Wie jetzt Ermittlungen des Hauptzollamts Regensburg ergeben haben, hat ein Hofer Pflegeunternehmen seinen Angestellten offenbar jahrelang keinen Mindestlohn gezahlt. Die hauptsächlich aus Osteuropa stammenden sogenannten „Hauspflegekräfte“ mussten teils bis zu 24 Stunden am Tag arbeiten – ohne Bezahlung der geleisteten Überstunden oder freie Tage. Insgesamt hat das Unternehmen seinen Angestellten über 230.000 Euro Lohn vorenthalten. Das Hofer Amtsgericht hat die Leiterin des Unternehmens deshalb zu einem Jahr auf Bewährung verurteilt.