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Pflegekräfte schwarz beschäftigt: Arbeitgeberin verurteilt

Rosenheim (dpa) – Mehr als drei Jahre hat eine Frau aus dem Landkreis Traunstein drei Dutzend Pflegekräfte schwarz beschäftigt und die Sozialkassen damit um eine Viertelmillion Euro betrogen. Das Hauptzollamt Rosenheim war der Frau auf die Spur gekommen. Nun habe das Amtsgericht Traunstein sie zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und neun Monaten Haft auf Bewährung verurteilt, teilte das Hauptzollamt am Dienstag mit. Sie müsse aus ihrem Vermögen den Schaden bei den Sozialkassen wenigstens teilweise wiedergutmachen.

Mit einer anderen Methode betrog der Geschäftsführer einer Metallbaufirma aus dem Landkreis Rosenheim die Sozialkassen. Mit so genanntem Lohnsplitting schrieb er zum Schein Arbeitszeiten von angemeldeten Arbeitnehmern als geringfügige Beschäftigung Dritten zu, die aber gar nicht arbeiteten. Damit wurden geringere Sozialversicherungsabgaben fällig. Er wurde vom Amtsgericht Rosenheim zu einer sechsmonatigen Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt und muss den Schaden von insgesamt mehr als 30 000 Euro zurückzahlen.