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Pflege in bayerischen Heimen erneut teurer

München/Berlin (dpa/lby) – Die Pflege im Heim wird für Pflegebedürftige und deren Familien in Bayern immer teurer. Die selbst zu zahlenden Anteile stiegen im Freistaat auf nun durchschnittlich 2126 Euro pro Monat – 48 Euro mehr als zu Jahresbeginn und 108 Euro mehr als vor einem Jahr. Das geht aus neuen Daten des Verbands der Ersatzkassen mit Stand vom 1. Juli hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen.

Bayern liegt damit ungefähr im bundesweiten Schnitt: In Deutschland insgesamt sind es 2125 Euro pro Monat, 110 Euro mehr als vor einem Jahr. Regional gibt es erhebliche Unterschiede: Bayern ist das sechstteuerste Bundesland. Am teuersten bleiben Heimplätze in Nordrhein-Westfalen mit 2496 Euro, am billigsten sind sie in Sachsen-Anhalt mit 1539 Euro.

In den Summen ist zum einen der Eigenanteil für die reine Pflege und Betreuung enthalten. Die Pflegeversicherung trägt – anders als die Krankenversicherung – nur einen Teil der Kosten. Für Heimbewohner kommen Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Investitionen in den Einrichtungen hinzu. Der Eigenanteil allein für die reine Pflege stieg in Bayern von 985 (Januar) auf 1025 Euro.

Entlastung soll eine Pflegereform bringen, die die große Koalition im Bundestag beschlossen hat. Heimbewohner bekommen demnach ab 1. Januar 2022 einen neuen Zuschlag. Der Eigenanteil für die reine Pflege soll damit im ersten Jahr im Heim um 5 Prozent sinken, im zweiten Jahr um 25 Prozent, im dritten Jahr um 45 Prozent und ab dem vierten Jahr um 70 Prozent.

Die Vorstandschefin des Verbandes der Ersatzkassen, Ulrike Elsner, sagte der dpa, eine solche «kleine Pflegereform» reiche bei weitem nicht aus. Es gelte, Pflegebedürftige spürbar zu entlasten und die Finanzierung langfristig zu sichern. Nötig sei unter anderem ein dauerhaft höherer Steuerzuschuss.

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