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Orchester bitten Söder um Anpassung der Zuschauerzahlen

München (dpa/lby) – In einem gemeinsamen Brief haben zwei große Münchner Orchester Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) darum gebeten, die erlaubte Zuschauerzahl für Kulturveranstaltungen an die Saalgröße anzupassen. Die Orchestervorstände der Münchner Philharmoniker und des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks forderten in dem Brief, die aktuell geltende, pauschale Deckelung aufzuheben.

In Bayern sind unabhängig von der Größe des Veranstaltungsortes momentan nur maximal 200 Zuschauer erlaubt. «Berlin, Hamburg und Köln planen mit etwa 600-1000 Zuschauerinnen und Zuschauern, auch in anderen Bundesländern sind ähnliche Zahlen wieder möglich», argumentierten die Vorstände in dem Brief, der der Deutschen Presse-Agentur im Wortlaut vorlag. Mehrere Medien hatten zuvor darüber berichtet.

Eine größere Öffnung könne durch die Einhaltung hygienischer Maßnahmen und einer obligatorischen Maskenpflicht möglich gemacht werden, hieß es mit Verweis auf eine Empfehlung der Berliner Charité. «Die Kulturbranche ist ein Zweig des gesellschaftlichen Lebens mit einer höheren Besucherzahl insgesamt als Fußballspiele der Bundesliga und gerade in München ist sie ein eminent wichtiger Bestandteil der Lebensqualität», betonten die beiden Vorstände.