Besucher stoßen auf dem Oktoberfest mit Bier an., © Matthias Balk/dpa/Archivbild

Optimistischer Wiesn-Countdown mit «Herzensfreude»

Auf geht’s zur Wiesn: Zwei Tage noch, dann ist München wieder im Oktoberfest-Modus. Die Stimmung sei bestens, die Vorfreude nach zwei coronabedingt ausgefallenen Festen riesig, hieß es am Donnerstag bei Festleitung, Wirten und Schaustellern.

Er freue sich, aber anders als früher, sagte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD). «Ich freu‘ mich, dass sich viele tausend Menschen freuen.» Reiter wird am Samstag das erste Fass Bier anzapfen und damit das Volksfest eröffnen. Bisher schaffte er den Anstich mit zwei Schlägen – wie früher hat er vorsorglich geübt.

Dass die Wiesn wieder stattfinde, sei ihm eine «Herzensfreude», sagte Festleiter Clemens Baumgärtner (CSU). Dass die Wetterprognose für die Eröffnung schlecht ist, schrecke ihn nicht. «Jetzt haben wir so viele Hürden gehabt: die Inzidenzen, das Aufbauen – das Wetter wird schön!»

Corona-Auflagen gibt es keine – auch wenn eine Infektionswelle nach dem Fest erwartet wird. Wichtig sei die Lage in den Krankenhäusern, und dort gebe es keine außergewöhnlichen Belastungen, sagte Reiter.

Der Krieg in der Ukraine, der für Reiter die Feierlaune trübte, werde noch lange dauern. Man könne nicht das Leben einstellen. Den Menschen dort sei wichtiger, dass man helfe, wo es geht. «Und das tun wir.»

Ganz neu ist das Bräurosl-Zelt, das nun Peter Reichert als Wirt betreibt. Im Schaustellerbereich kommen zwei neue Karussells auf die Wiesn. Im Südteil des Geländes geht es auf der Oidn Wiesn mit ihren historischen Fahrgeschäften und Blasmusik gemütlich zu.