Offener Brief im Internet: Familie von Sophia fühlte sich von der Polizei alleine gelassen

Am Freitag hat sich für die Familie der vermissten Sophia L. am Amberg leider bestätigt, was sie schon längere Zeit befürchtet hatte – die 28-Jährige ist tot. Die in Nordspanien gefundene Leiche ist Ende vergangener Woche eindeutig als die von Sophia identifiziert worden. Trotz dieses Ermittlungserfolges erhebt die Familie Vorwürfe gegen die Polizei.

Der Bruder der toten Frau schreibt in einem offenen Brief im Internet, die Polizei habe ihre Besorgnis viel zu spät ernst genommen und mit den Ermittlungen begonnen. Die Beamten seien während der ersten Gespräche sehr abweisend und unfreundlich gewesen und hätten sich nicht einigen können, welche Dienststelle für den Fall zuständig sei. Die ersten Ermittlungserfolge seien demnach durch Nachforschungen von Freunden von Sophia im Internet zustande gekommen. Die 28-jährige Studentin wollte Mitte Juni von Leipzig in ihre Heimat Amberg trampen, kam aber nie dort an. Stattdessen ist sie vermutlich von einem LKW-Fahrer in Oberfranken getötet und dann in Spanien abgelegt worden.