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Nürnberger Klettertour gebremst: 1:1 gegen St. Pauli

Nürnberg (dpa/lby) – Der 1. FC Nürnberg ist auf seiner Klettertour in der 2. Fußball-Bundesliga vom FC St. Pauli gebremst worden. Nach dem tollen 4:0 in Hannover gelang es den Franken am Sonntag nicht, den angestrebten Heimsieg nachzulegen. Gegen die punktgleichen Hamburger reichte es in einer intensiven Partie mit zahlreichen Torszenen nur zu einem 1:1 (0:1). «Es ist eine geteilte Stimmung bei uns», sagte FCN-Torwart Christian Mathenia: «Wir sind seit sechs Spielen ungeschlagen, aber es waren zu wenige Drei-Punkte-Spiele dabei.»

Viktor Gyökeres brachte die spielstarken Gäste in der 23. Minute in Führung. Kapitän Hanno Behrens glich vor 32 117 Zuschauern im Max-Morlock-Stadion aus (50.). Der «Club» wollte den Sieg nach der Pause erzwingen, aber Robin Hack traf bei der letzten Großchance nur den Pfosten (86.). «Ich bin extrem frustriert», kommentierte Hack.

Das Tor für St. Pauli fiel nach einer kuriosen Situation. Beim Pass auf Sebastian Ohlsson hob der Linienrichter die Fahne, aber Schiedsrichter Lasse Koslowski pfiff nicht ab. Gyökeres konnte so den Angriff erfolgreich abschließen. Der Videobeweis ergab kein Abseits. Das Tor zählte, aber die Nürnberger Spieler reagierten aufgebracht. «Das war unglücklich für uns», meinte Mittelfeldspieler Lukas Jäger.

Erst nach dem Rückstand fand der «Club» ins Spiel und kam zu mehreren Chancen. Die spektakulärste Möglichkeit hatte in der Nachspielzeit Hack, dessen Schuss der gute Pauli-Torwart Robin Himmelmann mit der Hand auf die Latte lenken konnte. «Wir haben eine tolle Mentalität gezeigt», lobte Nürnbergs Trainer Damir Canadi. «Wir nähern uns der Spitze, die Mannschaft bewegt sich auf einem guten Niveau mittlerweile.»

Erst nach der Pause gab’s die Belohnung. Behrens fiel der Ball nach einer verunglückten Hamburger Abwehraktion im Strafraum vor die Füße. Der Kapitän traf. Auch die Gäste hätten gewinnen können. Oliver Sorg rettete gegen Paulis Torschütze Gyökeres (52.). In der Nachspielzeit verhinderte Nürnbergs Torwart Christian Mathenia mit mutigem Einsatz das drohende 1:2. Beim Zusammenprall mit dem Gegenspieler verletzte sich Mathenia am linken Knie. «Wir müssen morgen schauen», sagte der FCN-Schlussmann. Das Knie wurde sofort dick bandagiert und gekühlt.