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Nürnberg in Hannover unter Druck: Canadi will «Siegeswille»

Nürnberg (dpa/lby) – Nach zuletzt drei verpassten Siegen in der 2. Fußball-Bundesliga ist beim 1. FC Nürnberg Moral und Einstellung gefragt. Vor dem Absteiger-Duell bei Hannover 96 am Montagabend forderte Trainer Damir Canadi: «Der Siegeswille muss spürbar sein, dass du positiv auf dem Platz stehst, mutig, dass du Courage hast und Entschlossenheit zeigst. Das sind wichtige Dinge.» Für die zuletzt schwächelnden Franken geht es darum, den Anschluss an die Spitze nicht zu verlieren oder in der Tabelle weiter nach unten zu rutschen.

Die Voraussetzung für einen Erfolg ist eine beständigere Defensive. «Fakt ist: Wir haben zehn Tore geschossen und 13 Tore bekommen, das ist zu viel», stellte Canadi klar. Für eine Besserung soll unter anderen Asger Sörensen sorgen, der vor dem Comeback in der Startelf steht. Der Däne hatte zwei Spiele wegen eines Muskelfaserrisses verpasst, ist aber wieder genesen. «Wenn er der Meinung ist, dass er uns über 90 Minuten helfen kann und fit genug ist, dann wird er in der Startelf stehen», sagte Trainer Canadi vor dem 8. Spieltag.

Neben Sörensen steht auch Flügelspieler Iuri Medeiros vor dem Comeback. Der Portugiese hatte ebenfalls mit einem Muskelfaserriss gefehlt. Canadis Ansage ist trotz zuletzt drei Unentschieden deutlich: «Wir fahren da hin, um drei Punkte mitzunehmen.»

Für den «Club» gehe es jetzt darum, endlich zu liefern. «Wir können nicht immer nur ansprechen, dass wir gut trainiert haben. Wir wollen die Trainingsleistung im Spiel sehen. Da ist jeder einzelne gefordert», sagte der Coach und schloss sich selbst mit ein. Nervös sei er aber noch nicht, meinte der Österreicher.

Am Montag (20.30 Uhr/Sky) stehen aber nicht nur die Nürnberger unter Druck. Hannover ist in der Saison noch ohne Heimsieg, tankte zuletzt beim 2:1 in Kiel aber Selbstvertrauen. «Uns ist allen klar, dass wir zu Hause die Siege einfahren müssen. Das ist ja unbestritten, gar keine Diskussion», sagte Trainer Mirko Slomka.