Der Nürnberger Trainer Markus Weinzierl., © Daniel Karmann/dpa/Archivbild

1. FC Nürnberg will über den Strich

«Club»-Trainer Markus Weinzierl hat den Strich, der die Abstiegsplätze von der sicheren Tabellenzone trennt, fest im Blick. «Auf den Strich schaut man drauf. Wenn wir gewinnen, sind wir über dem Strich», sagte der Fußballehrer des 1. FC Nürnberg vor dem Jahresausklang am Sonntag (13.30 Uhr) gegen den SC Paderborn. Um den Sprung über die anvisierte Linie zu schaffen, brauchen die Franken aber eine massive Leistungssteigerung.

Seit vier Liga-Spielen wartet der abgestürzte Tabellenvorletzte auf einen Sieg. Anstatt um den Aufstieg mitzuspielen, droht der Gang in die 3. Liga. «Psychologisch wäre es angenehmer, wenn wir da die drei Punkte holen und über dem Strich stehen», befand Weinzierl. Es sei wichtig, mit einem positiven Gefühl in die Winterpause zu gehen. «Es gilt, gemeinsam an das Limit zu kommen und nochmal alles rauszuhauen», appellierte der 47-Jährige an seine Mannschaft.

An ihr Limit kommen die Nürnberger schon lange nicht mehr. Immerhin: Das 1:1 in Rostock war ein kleiner Hoffnungsschimmer in der Herbstkrise, auch wenn das gewünschte Erfolgserlebnis ausblieb. «Von der Zweikampfhärte und der Emotionalität war es aus meiner Sicht ein Fortschritt. Das ist das Mindeste, was wir auch am Sonntag auf den Platz bringen müssen», forderte Schlussmann Christian Mathenia.

In Paderborn reist eine Mannschaft ins Max-Morlock-Stadion, die in der Tabelle zwar deutlich vor dem «Club» liegt, spielerisch aber ein ähnliches Schreckensbild abgibt. Seit Mitte Oktober warten die furios in die Saison gestarteten Gäste auf einen Sieg in der Liga. «Das muss ich bisschen relativieren. Sie haben zuhause gegen Hamburg verloren. dann in Heidenheim verloren. Das sind zwei Spitzenmannschaften», sagte Weinzierl und warnte vor der Offensiv-Power der Gäste.

Mittelfeldspieler Fabian Nürnberger wird dem «Club» Gelb-gesperrt fehlen. Angreifer Felix Lohkemper droht aufgrund muskulärer Probleme auszufallen. Ansonsten klagen ein paar Spieler über «normale Wehwehchen in einer Englischen Woche», berichtete Weinzierl.