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Noch mehr Leerstand im ländlichen Raum?: Hans-Peter Friedrich übt Kritik an CO2-Abgaben

Ab dem kommenden Jahr sollen sich Mieter und Vermieter den in den Heizkosten enthaltenen Kohlendioxidpreis teilen. Die Pläne der Bundesregierung sehen ein Stufenmodell vor. Kritik kommt nun vom hochfränkischen CSU-Bundestagsabgeordneten Hans-Peter Friedrich.
Das vorgesehene Modell soll sich am tatsächlichen Energieverbrauch orientieren und nicht am energetischen Zustand des Gebäudes. Für Friedrich sei das in vielen Fällen ungerecht. Der Energieverbrauch könne sehr hoch sein, auch wenn der Vermieter das Gebäude vorher energetisch saniert hat. Der Verbrauch hänge von mehreren Faktoren ab. Von der Anzahl der Mieter oder den Witterungsbedingungen vor Ort. Für Vermieter könne das eine hohe Kostenbeteiligung bedeuten. Dies könnte zur Folge haben, dass sich Vermieter zwei Mal überlegen, ob sie teuer investieren oder vermieten wollen. Das begünstige wiederum den Leerstand, der in Hochfranken sowieso hoch sei. Kinderreiche Familien und ältere Personen könnten es dagegen wegen ihres höheren Energieverbrauchs schwer haben, eine Wohnung zu finden. Der CSU-Bundestagsabgeordnete aus Hochfranken hält die Ampel-Koalition deshalb dazu an, sich bei der Abgabe am energetischen Zustand des Gebäudes zu orientieren.