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Neun Parteien im Bezirkstag in Niederbayern

Landshut (dpa/lby) – Im Bezirkstag in Niederbayern werden künftig neun statt wie bisher sieben Parteien vertreten sein. Das geht aus dem vorläufigen Endergebnis der Bezirkswahl hervor, das der Wahlkreisleiter am Dienstag veröffentlichte. Demnach sackte die CSU auf rund 39 Prozent der Stimmen ab (2013: 49,8), die SPD verlor mehr als die Hälfte der Stimmen und landete bei 8,0 Prozent. Die Freien Wähler bleiben mit 16,4 Prozent nach 11,9 Prozent vor fünf Jahren drittstärkste Kraft, gefolgt von den Grünen mit 9,7 Prozent (5,7). Neu im Bezirkstag ist die AfD, die 2013 noch nicht angetreten war, heuer aber 12,9 Prozent der Wähler überzeugen konnte. Die FDP verbesserte sich leicht auf 3,8 Prozent (2,4) wie auch die Linke auf 2,3 Prozent (1,9). Hingegen musste die Bayernpartei leichte Einbußen hinnehmen und rutschte auf 3,36 Prozent (3,42) ebenso wie die ÖDP mit 3,6 Prozent der Stimmen nach 4,7 Prozent bei der Wahl 2013.

Damit entfallen von den 24 Sitzen 9 auf die CSU, 4 auf die Freien Wähler, 3 auf die AfD und je 2 auf SPD und Grüne. Die übrigen vier Parteien bekommen je einen Sitz. Neben der AfD hatte auch die Linke in der vergangenen Legislaturperiode keinen Platz im Bezirkstag.

Die Bezirke sind die dritte kommunale Ebene in Bayern nach Gemeinden und Landkreisen. Sie übernehmen Aufgaben, die für viele Städte allein nicht finanzierbar wären. Am bekanntesten sind die Bezirke als Träger der psychiatrischen Krankenhäuser. Daneben kümmern sie sich etwa um Hilfen für Menschen mit Behinderung und um Unterstützung bei der Pflege im Alter. Mit ihren Freilichtmuseen engagieren sie sich zudem für das Brauchtum. Die Bezirkswahlen finden alle fünf Jahre mit der Landtagswahl statt.