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Neugestaltung des Freisinger Dombergs: 200 Millionen Euro

Freising (dpa/lby) – Die Neugestaltung des Freisinger Dombergs wird rund 200 Millionen Euro kosten und beginnt Mitte Juli. Das gesamte Projekt werde aus Rücklagen finanziert, teilte die Erzdiözese München und Freising am Dienstag mit. Konservative Finanzplanungen in den vergangenen Jahren machten dies möglich.

Die Arbeiten sollen 2023 abgeschlossen sein. Sie starten mit dem Umbau des Diözesanmuseums. Es zählt mit rund 40 000 Exponaten zu den größten kirchlichen Museen weltweit nach den Vatikanischen Museen. Wegen brandschutztechnischer Mängel war es seit 2013 geschlossen. Zu den Bauprojekten zählen auch die Sanierung des früheren Domgymnasiums und die Sanierung und Erweiterung des Kardinal-Döpfner-Hauses.

Angesichts unausweichlicher Arbeiten an verschiedenen Gebäuden habe das Erzbistum die Chance ergriffen, «den Domberg in seiner Gesamtheit in den Blick zu nehmen und als Ganzes weiterzuentwickeln», sagte der Generalvikar des Erzbischofs von München und Freising, Peter Beer. Der Domberg gilt als eine historische Wurzel des Erzbistums, einmal im Jahr tagte dort bisher die Freisinger Bischofskonferenz, die aber wegen der Arbeiten ausweichen muss.

Allein die Arbeiten am Diözesanmuseum werden laut Erzdiözese mit rund 45 Millionen Euro zu Buche schlagen. Der Freisinger Stadtrat hatte im Januar nach langem Hin und Her den Bauantrag mit dem umstrittenen Abbruch des Oktogons, eines achteckigen Turmes, genehmigt. Der Abriss soll die Zufahrt für Feuerwehr und Anlieferer sowie den künftig öffentlichen barrierefreien Zugang zur Westterrasse ermöglichen. Rund 20 Millionen Euro sind für das ehemalige Domgymnasium geplant. Die Kosten für das Kardinal-Döpfner-Haus, das als letztes der großen Gebäude in Angriff genommen wird, stehen noch nicht fest. Hinzu kommen Arbeiten wie die Neugestaltung der Freiflächen.