Neue Sammlung zeigt Designgeschichte des Fahrrads

Ob der übliche Diamantrahmen, ein Kreuzrahmen, Fachwerkrahmen, Steckrahmen oder gar ein schwebend-sichelförmiges Modell: In München zeigt die Neue Sammlung – Design Museum in der Pinakothek der Moderne in einer neuen Ausstellung mehr als 70 Fahrräder, von denen kein Exemplar dem anderen gleicht. Zwar spannt die Schau «Das Fahrrad – Kultobjekt – Designobjekt» zeitlich den Bogen von einer «Laufmaschine» aus dem Jahr 1817 bis zu einem Elektrofahrrad, das noch gar nicht in den Verkauf gekommen ist, doch geht es den Ausstellungsmachern explizit nicht um die Kulturgeschichte des Drahtesels.

Dennoch ist das Design der Räder natürlich eng verbunden mit der Geschichte der technischen Innovationen wie Antriebe, Federungen oder Bremsen. Oftmals wird die Gestaltung auch durch neue Fertigungsmöglichkeiten und damit auch Materialien beeinflusst. Entsprechend finden sich unter den Ausstellungsstücken Exemplare aus Stahl und Aluminium, Holz, Magnesium, Karbon und Titan – und sogar aus recyceltem Kunststoff, der im 3D-Drucker verarbeitet wurde.

«Es ist schwierig zu unterscheiden, was ist Technologie, was ist Design – das verschmilzt», sagte Kurator Josef Straßer am Donnerstag. Die Ausstellung wird von Freitag an bis Ende September 2024 in der Neuen Sammlung – Designmuseum in der Pinakothek der Moderne für die Öffentlichkeit zu sehen sein.