Ein Unfallschaden an einem Fahrzeug., © Zacharie Scheurer/dpa-tmn/dpa/Symbolbild

Neue Kfz-Regionalklassen für bayerische Autofahrer

Die Autofahrer und -fahrerinnen aus Augsburg und München verursachen im bayerischen Vergleich besonders viele und teure Unfälle. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat sich die Schadenbilanzen der 412 Zulassungsbezirke in Deutschland angeschaut und die Regionalklassen neu sortiert. Damit verändern sich für mehr als zwei Millionen Autobesitzer in 33 bayerischen Bezirken die Risikobewertungen in der Haftpflicht, wie der GDV am Dienstag mitteilte.

Im bundesweiten Vergleich sind die Haftpflichtschäden in Brandenburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern am geringsten. Mehr und teurere Schäden und demzufolge hohe Regionalklassen gibt es «insbesondere in Großstädten sowie in Teilen Bayerns». Bundesweit kommen jetzt nur noch Berlin und Offenbach in die schlechteste Haftpflicht-Regionalklasse 12. In der Regionalklasse 11 sind in Bayern Augsburg, Ingolstadt, Kaufbeuren, München Nürnberg und Schwabach, in der Klasse 10 Altötting, Amberg, Bayreuth, Fürth, Hof, Kempten, Landshut, Miesbach, Passau, Schweinfurt und Straubing.

Vorsichtiger unterwegs sind offenbar die Autofahrer und -fahrerinnen aus Coburg-Land, Lichtenfels, Kronach, Kulmbach, Main-Spessart, Neustadt an der Waldnaab, Tirschenreuth und Wunsiedel: Sie sind in den günstigen Regionalklassen 2 und 3.

Für die Regionalklassen entscheidend ist nicht, wo ein Schaden entstanden ist, sondern in welchem Zulassungsbezirk der Fahrzeughalter seinen Wohnsitz hat. Die Regionalstatistik des GDV ist für die Versicherungsunternehmen unverbindlich und kann ab sofort für Neuverträge und für bestehende Verträge ab dem nächsten Versicherungsjahr angewendet werden.