© Lino Mirgeler

Neue BR-Chefin: Schritt zu Selbstverständlichkeit

München (dpa) – Die neue Intendantin des Bayerischen Rundfunks (BR), Katja Wildermuth, will persönlich nicht zu viel Aufhebens darum machen, dass sie die erste Frau an der Spitze des Senders ist. Für den BR sei das zwar ein historischer Schritt. «Für mich ist das eher ein Schritt in Richtung Selbstverständlichkeit», sagte die 55-Jährige am Wochenende in der Sendung «Das Medienmagazin» von B5 aktuell.

In vier der neun ARD-Anstalten sind nun Frauen an der Spitze. Ändert das nach Wildermuths Einschätzung etwas? Die Intendantenrunde bestehe aus Vertretern der Landesanstalten mit gemeinsamen und auch föderalen Interessen. «Und ich glaube, daran ändert auch eine Verschiebung in der Geschlechterzusammensetzung nichts», sagte Wildermuth. «Aber vielleicht gelingt es uns ja, in dieser Runde hie und da den Tonfall zu ändern. Und der bekanntlich macht ja auch oft die Musik.»

Neben Wildermuth gibt es bisher drei Intendantinnen in den Landesrundfunkanstalten: Beim Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) ist Karola Wille Chefin, beim Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) Patricia Schlesinger, und Yvette Gerner leitet Radio Bremen.

Wildermuth startet an diesem Montag als BR-Intendantin. Zuletzt war sie als Programmdirektorin beim MDR am Standort Halle tätig. Sie folgt auf Ulrich Wilhelm (59), der nach zehn Jahren nicht mehr für eine dritte Amtszeit antrat.

© dpa-infocom, dpa:210130-99-235916/2