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Neue Bahnstrecke durchs Inntal: Rund 30 000 Stellungnahmen

München (dpa/lby) – Zu der geplanten Bahn-Neubautrasse durchs Inntal sind bei der Regierung von Oberbayern rund 30 000 Stellungnahmen eingegangen. Vor allem Bürger aus betroffenen Gemeinden hätten sich beteiligt, teilte die Behörde am Donnerstag mit. Auch knapp 100 Kommunen, Fachstellen und Gruppen wie Verbände oder Vereine äußerten sich demnach zu den Neubau-Plänen. Die Stellungnahmen will die Regierung von Oberbayern bis Ende des Jahres im Rahmen eines sogenannten Raumordnungsverfahrens prüfen.

Die zweigleisige Neubaustrecke soll als Nordzulauf die Kapazitäten zum Brenner Basistunnel erhöhen, an dem in Österreich und Italien bis mindestens 2028 gebaut wird und der mehr Güter auf die Schiene bringen soll. Bisher hat die Bahn fünf mögliche Korridore vorgestellt, 2021 soll einer als endgültige Trasse ausgewählt sein. Mit einer Inbetriebnahme wird aber erst im Jahr 2040 gerechnet.

Eine breite Front aus Kommunen, Umweltschützern und Bürgerinitiativen hatte sich zuletzt gegen die Vorschläge der Bahn ausgesprochen. Sie kritisieren unter anderem hohe Kosten, gravierende Eingriffe in Landschaft und Natur sowie die Belastung für die Anwohner. Aus ihrer Sicht ist der Ausbau der bestehenden Strecke die bessere Lösung.