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Nazi-Aufmarsch in Wunsiedel: Kriegerdenkmal wird zum Friedensmahnmal

Den jährlichen Aufmarsch von Neonazis durch Wunsiedel, kann die Stadt bisher nicht verhindern – wohl aber mit einem breiten Bündnis an Bürgern und mit cleveren Aktionen dagegenhalten. So auch wieder am Wochenende.
Etwa 300 Bürgerinnen und Bürger haben sich der Initiative „Wunsiedel ist bunt“ am Samstag angeschlossen, etwa 400 Personen kamen zum Protestzug der linken Szene. Demgegenüber standen 120 Teilnehmer aus dem rechten Lager, bilanziert die Polizei. Sie waren zum sogenannten „Heldengedenken“ in der Stadt. Das Kriegerdenkmal in Wunsiedel konnten die Rechten heuer nicht zum Schauplatz völkischer Inszenierungen machen. Das war nämlich im vergangenen Jahr mit Fackeln und Kränzen passiert. Die Stadt Wunsiedel hatte es zuvor zum Mahnmal für den Frieden umgewidmet. In der Nähe hatte ein rechtsextremer Aktivist eigentlich eine Kundgebung angemeldet, sie aber wegen der Umwidmung des Kriegerdenkmals wieder abgesagt. Stattdessen standen am Mahnmal des Friedens über 200 weiße Kreuze mit den Namen der Opfer rechtsextremistischer Morde seit 1989.

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