Ein Schild mit der Aufschrift "Polizei" hängt an einem Polizeipräsidium., © Roland Weihrauch/dpa/Symbolbild

Nach ‚Taschenmesser-Vorfall‘ in Naila: Gewaltpotenzial an Schulen in der Region nicht gestiegen

An der Mittelschule Frankenwald in Naila soll ein 14-Jähriger vor mehr als einer Woche (FR, 6.5.) einen gleichaltrigen Mitschüler während der Pause mit einem Taschenmesser bedroht haben. Das hat die Polizei schon am vergangenen Wochenende mitgeteilt. Ulrich Lang, stellvertretender Leiter des Schulamts Hof, hat im Gespräch mit Radio Euroherz nun gemeint, der Vorfall wäre während der Schulzeit gar nicht aufgefallen. Mutter und Sohn hätten am vergangenen Freitagnachmittag Anzeige erstattet.

Das Hofer Schulamt selbst, sieht den Vorfall nicht so kritisch, meint Ulrich Lang. Trotzdem habe es Konsequenzen gegeben. Den Schülern wurde noch einmal deutlich gemacht, was sie in die Schule mitbringen dürfen und was nicht geht. An den Schulen gebe es zudem Jugendsozialarbeiter, die mit Schülern zum Beispiel über das Thema Gewalt sprechen können. In besonders schweren Fällen informieren diese auch das Jugendamt. Ulrich Lang, der stellvertretende Leiter des Hofer Schulamts, schätzt das Gewaltpotenzial an den Schulen aber auch nicht höher ein als vor fünf Jahren. Es handele sich hauptsächlich um kleinere Rangeleien. Vorfälle mit Waffen gebe es quasi kaum. Wenn es zu Gewalt kommt, müssten die Schulen aber dem Schulamt und der Regierung von Oberfranken Bescheid sagen. Die Polizei ermittelt gegen den 14-jährigen Schüler aus Naila nun wegen Bedrohung und Beleidigung.