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Nach Notre-Dame-Katastrophe: Wie sieht es bei uns in der Region mit dem Brandschutz aus?

Entsetzen über das Feuer in der Pariser Kathedrale Notre-Dame hat es weltweit gegeben – auch in der Euroherz-Region. Viele fragen sich jetzt, ob so ein Brand auch in einer Kirche bei uns ausbrechen kann. Grundsätzlich schon, sagt der Hofer Kreisbrandrat Reiner Hoffmann im Gespräch mit Radio Euroherz. Alle Kirchen, die älter als hundert Jahre sind, haben ein Holzdach. Allerdings ist es für die Feuerwehr einfacher mit der Drehleiter an den Kirchturm ranzukommen, da die Kirchen bei uns kleiner sind als Notre-Dame. Vor drei Jahren ist zum Beispiel der Blitz in den Turm der evangelischen Kirche in Schwarzenbach am Wald eingeschlagen. Das war für die Feuerwehr kein Problem, so Hoffmann. Erst eine Höhe ab 40 Metern macht Schwierigkeiten.

 

Die Michaeliskirche in Hof ist schon mal einem Feuer zum Opfer gefallen beim Standbrand 1823. Daraus hat man mittlerweile gelernt, sagt der Hofer Dekan Günter Saalfrank:

Derzeit sieht Saalfrank auch keinen Handlungsbedarf bei der Michaeliskirche. Die Holzkonstruktion der Decke habe sich bewährt, damit die Last auf die Außenwände nicht zu groß ist. Dennoch schließt der Dekan nicht aus, die Katastrophe von Paris nochmal zum Anlass zu nehmen, beim Brandschutz nachzubessern.

Erwin Strößner vom gleichnamigen Zimmereibetrieb in Münchberg hat schon viele historische Gebäude wie Kirchen saniert. Bei solchen Arbeiten würde absolutes Rauchverbot herrschen. Da Strößner dann auch nicht flexen kann, verwendet er spezielle Maschinen, wenn er zum Beispiel Stabdübel einsetzt. Seiner Meinung nach ist es vor allem wichtig sehr sorgfältig und vor allem mit sehr gut ausgebildeten Fachkräften zu arbeiten. Außerdem gibt es regelmäßige Sicherheitskontrollen auf solchen Baustellen – vom defekten Kabel bis zur kaputten Steckdose.