Nach Beißattacke in Selbitz: PETA fordert Hundeführerschein

Ein Schäferhund hat sich am Wochenende in Selbitz von seinem Besitzer losgerissen und ein Mädchen attackiert. Ein Glück, dass die Elfjährige keine schwereren Verletzungen erlitten hat. Jetzt hat sich allerdings die Tierrechtsorganisation PETA eingeschaltet.

Das Problem liegt nicht beim Hund, sondern am anderen Ende der Leine, schreibt PETA. Die Tierrechtsorganisation wirft dem 28-jährigen Halter in Selbitz Fahrlässigkeit vor, Schuld sei die falsche Haltung, unabhängig von der Rasse des Tieres. Deshalb fordert PETA: ein Hundeführerschein muss auch in Bayern her. In Niedersachsen und Berlin ist der schon seit mehreren Jahren Voraussetzung, bevor man sich einen Hund zulegt und kann von einem allzu spontanen Kauf abhalten. Vor dem Kauf muss der künftige Halter einen Theoriekurs und dann ein Praxisseminar in der Hundeschule absolvieren. In Niedersachsen seien Vorfälle mit Hunden bereits zurückgegangen, außerdem wünscht sich eine deutliche Mehrheit der Deutschen einen Sachkundenachweis für Hundehalter.