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Mutmaßlicher Messerangreifer in Hof: Vogtlandkreis hätte von psychischen Problemen wissen müssen

Der mutmaßliche Messerangreifer von Hof soll auch in Reichenbach schon jemanden mit einem Messer angegriffen haben. Die Frage ist: Hätte der mutmaßliche Täter mit diesem Hintergrund schon vorher gestoppt werden können? Der 43-Jährige soll psychische Auffälligkeiten zeigen. Nach Informationen von Radio Euroherz hätte das Landratsamt in Plauen davon wissen müssen.

Nach unseren Informationen ist die Polizei durch die Stadt Reichenbach an ein Schreiben einer Familienangehörigen des mutmaßlichen Täters gekommen. Darin soll von den psychischen Auffälligkeiten des 43-Jährigen die Rede sein. Das Schreiben hat ein Kripo-Beamter, der an dem Messerangriff in Reichenbach arbeitete, an den sozialpsychiatrischen Dienst des Vogtlandkreises weitergeleitet. Daher hätte das Landratsamt im Juni ein Gutachten zur Unterbringung nach dem Psychisch-Kranken-Gesetz beantragen und einem Betreuungsgericht vorlegen können. Das Landratsamt wollte sich auf Anfrage nicht dazu äußern. Es sei zu dem Vorfall Anfang Juni nicht von offiziellen Stellen informiert worden.

Laut Medienberichten hat die Staatsanwaltschaft Zwickau mittlerweile ein Vorermittlungsverfahren gegen den Vogtlandkreis eingeleitet.