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Mutiertes Corona-Virus im Landkreis Wunsiedel: Weitere 30 bestätigte Fälle

Im Landkreis Wunsiedel sind weitere Fälle des mutierten Corona-Virus aufgetreten. Derzeit handelt es sich um 44 Fälle, 30 davon sind bestätigt, bei 14 handelt es sich noch um Verdachtsfälle. Das schreibt das Landratsamt in einer Mitteilung.

Die Fälle treten in unterschiedlichen Orten und unabhängig voneinander auf.

Landrat Peter Berek:

„Grund dafür ist, dass wir seit ein paar Tagen alle PCR Tests auf eventuelle Mutationen untersuchen lassen. Möglich gemacht hat das ein Pilotprojekt unseres Labors Eurofins, für das wir sehr dankbar sind. Angesichts der anhaltend hohen Zahlen und dem Auftreten solcher Mutanten in den Nachbarlandkreisen und auch in Tschechien war es uns wichtig, hier mehr Klarheit zu bekommen. Nun wissen wir, was bereits bundes- und bayernweit vermutet wurde: die veränderten Viren sind bereits unter uns. Expertenschätzungen gehen bekanntlich davon aus, dass etwa 10 Prozent aller Fälle inzwischen auf diese Viren zurückzuführen sind. Damit unterscheidet sich die Situation nur unwesentlich vom ersten Ausbruch des Virus um vergangenen Frühling. Auch da war eigentlich klar, dass das Virus bereits unter uns ist, verstärkte Tests haben das dann auch zu Tage gebracht.“

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen wird es auch im Landkreis Wunsiedel in der kommenden Woche bei Distanzunterricht für die Abschlussklassen von FOS/BOS und Gymnasien bleiben.

Darüber hinaus sind die Testkapazitäten im Landkreis Wunsiedel erweitert worden. Neben der Teststelle am Grenzübergang Schirnding werden die Unternehmen künftig selbst Tests vornehmen können. Möglich machen das Online-Schulungen und kostenfrei vom Landkreis zur Verfügung gestellte Tests.
Seit dem Wochenende nutzen zahlreiche tschechische Pendler in Selb die mobile Teststrecke am Hallenbad.

Am Freitag meldete der Landkreis erstmals das mutierte Corona-Virus. Fünf Bewohner eines Altenheimes in Selb sind davon betroffen. Zahlreiche Mitarbeiter stehen unter sogenannter „Pendler-Quarantäne“.