Musikinstrumentenbau der Zukunft: Bündnis im Vogtland hofft auf mehr Geld

Viele Konzerte in den vergangenen Monaten sind ausgefallen oder haben nur in abgespeckter Form stattgefunden. Nur wenige Musiker kaufen sich in einer solchen Lage ein hochwertiges Instrument. Dem vogtländischen Musikwinkel bereitet das Sorgen. Er will sich deshalb für die Zukunft aufstellen mit Forschungsprojekten.

Gitarren ohne Tropenhölzer, Trompeten ohne Blei: Der Musikwinkel im Vogtland hofft, künftig Instrumente ohne Problem-Materialien herstellen zu können. 14 Projekte beschäftigen sich aktuell mit einem zukunftsfähigen Instrumentenbau. Denn junge Fachkräfte fehlen dem Handwerk, traditionell verwendete Materialien und neue Umweltaspekte machen Sorgen. Das seit zwei Jahren aktive und mit über vier Millionen Euro aus Bundesmitteln geförderte Bündnis «I-Ma-Tech» koordiniert die aktuellen Ideen und Projekte. Es hofft im kommenden Jahr auf nochmal so viel an Fördergeld. Das meiste ist bisher in die Erforschung innovativer Materialien geflossen. Immerhin: Bis jetzt musste noch keine der knapp 130 Werkstätten des Musikwinkels aufgeben.