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Münchner Uni-Präsident tritt nach 24 Jahren ab

München (dpa/lby) – Mit Wolfgang Herrmann (71) geht Deutschlands dienstältester Hochschulpräsident Ende September in den Ruhestand. Der vielfach ausgezeichnete Chemiker stand 24 Jahre lang an der Spitze der Technischen Universität München (TUM). Unter seiner Regie bekam die TUM in diesem Sommer zum dritten Mal den Titel «Exzellenzuniversität» verliehen, was ihr staatliche Fördergelder in Millionenhöhe beschert. Die Zahl der Studenten verdoppelte sich seit Herrmanns Amtsantritt auf heute etwa 40 000.

Interdisziplinarität und Internationalität seien ihm stets wichtig gewesen, sagte Herrmann rückblickend. So habe er einerseits die Wissenschaft für den Praxisbezug eng mit der Wirtschaft vernetzt und zudem Fächer wie die Sozialwissenschaft an die Uni geholt. Auch die Gründung des TUM-Standortes Singapur geht auf Herrmann zurück. Dort will er sich auch künftig noch einbringen.

Die Leitung der TUM übergebe er mit einem guten Gefühl an seinen Nachfolger, sagte Herrmann. Er freue sich darauf, am Dienstag ausschlafen zu können. Von 1. Oktober an leitet Thomas Hofmann die Geschicke der TUM – wie Herrmann ein Chemiker. Er war seit 2009 einer der Vizepräsidenten.

«Die TUM hat sich in den letzten Jahren stürmisch entwickelt, und gleichzeitig ihre hohe Qualität in Forschung und Ausbildung gesichert. Nun bin ich in der wunderbaren Situation, die TUM bestgepflegt übernehmen zu können», sagte Hofmann vor einigen Tagen, als er von Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) die Ernennungsurkunde überreicht bekam.