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Münchner CSU wählt Spaenle erneut zum Bezirkschef

München (dpa/lby) – Ex-Kultusminister Ludwig Spaenle bleibt auch nach seinem verpassten Wiedereinzug in den bayerischen Landtag Chef der Münchner CSU. Auf dem Bezirksparteitag in der Landeshauptstadt stimmten am Dienstag 89,5 Prozent der Delegierten für den 58-Jährigen. Spaenle führt die Münchner CSU seit 2011, bei der Landtagswahl im Herbst 2018 verpasste er jedoch den Wiedereinzug in den Landtag. Seit Mai 2018 ist er Antisemitismusbeauftragter der Bayerischen Staatsregierung.

Spaenle ist seit 1977 Mitglied in der CSU. Seit 26 Jahren ist er ununterbrochen Mitglied des Bezirksvorstandes. Nach zehn Jahren im Amt des Kultusministers schied der Münchner im März 2018 überraschend aus dem Kabinett aus. Der zuvor zum Ministerpräsidenten gewählte Markus Söder (CSU) hatte Spaenle nicht mehr berücksichtigt und stattdessen den Niederbayern Bernd Sibler (CSU) ins Kabinett berufen.

Die Christsozialen sind in zehn Bezirksverbände untergliedert. Diese decken jeden der sieben bayerischen Bezirke ab, zudem gibt es eigene Bezirksverbände in München, im Ballungsraum Nürnberg-Fürth-Schwabach und in Augsburg. Letzterer ist der kleinste der zehn CSU-Bezirke. Die oftmals als «Bezirksfürsten» bezeichneten Vorsitzenden haben in der CSU viel Einfluss und sind alle Mitglieder des Parteivorstandes.