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München will Anzahl der Luftmessstationen verdoppeln

München (dpa/lby) – Angesichts laufender Diskussionen um Diesel-Fahrverbote will die Stadt München die Anzahl ihrer Luftmessstationen verdoppeln. Vom neuen Jahr an soll das Netz um 20 Stationen ausgeweitet werden, wie das Referat für Gesundheit und Umwelt am Dienstag mitteilte. Das habe der Umweltausschuss der Landeshauptstadt beschlossen.

Ziel sei es, in allen Stadtbezirken Messungen durchzuführen. «Damit erhalten wir ein noch genaueres, flächendeckenderes Bild von der tatsächlichen und nicht nur von der berechneten Luftsituation in unserer Stadt», erklärte Umweltreferentin Stephanie Jacobs (parteilos). Die 20 neuen Standorte sollen in Kooperation mit dem Deutschen Wetterdienst (DWD) nach fachlichen Kriterien und gesetzlichen Vorgaben ausgesucht werden. Der DWD werde die neuen Messstellen betreiben.

Für die «lufthygienische Überwachung» hat das Landesamt für Umwelt für den Freistaat in München fünf Luftüberwachungsstationen. Um ein genaueres Bild von der Luftsituation zu bekommen, betreibt die Stadt seit 2018 auf freiwilliger Basis zusätzlich die bisherigen 20 Messstationen für Stickstoffdioxid (NO2).