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Münchberg/Poppenreuth: Motorradunfall wirft Fragen auf

Ein abgebrochener Notruf, ein kaputtes Motorrad und eine Schusswaffe in einem Maisfeld, aber vom Fahrer keine Spur: Ein Motorradunfall bei Münchberg hat die Polizei am Samstagmorgen beschäftigt.

Nachdem jemand den Notruf verständigt hatte, war sie zur B289 auf Höhe Poppenreuth ausgerückt. Dort fanden die Beamten die Überbleibsel des Unfalls, aber zunächst keinen Fahrer und auch nicht den Anrufer. Mehrere Unterstützungsstreifen, ein Polizeihundeführer und ein Hubschrauber kamen zum Einsatz – kurze Zeit später fanden die Beamten dann einen leicht verletzten 31-Jährigen an einem Feldweg zwischen Unfriedsdorf und Hildbrandsgrün. Er stand offenkundig unter Drogeneinfluss, heißt es im Polizeibericht und will das Motorrad nicht gefahren haben, sondern will lediglich Mitfahrer gewesen sein. Wohl hatte er aber den Notruf abgesetzt. Der Halter des Motorrads hat sich dann am Samstagvormittag selbst bei der Münchberger Polizei gestellt. Auch er war leicht verletzt, hatte Alkohol im Blut und ihm gehört auch die Schusswaffe, die am Unfallort gefunden wurde. Für die hat er keinen kleinen Waffenschein. Wer das Motorrad jetzt tatsächlich gefahren hat, müssen Ermittlungen klären. Klar ist: Die Sache hat auf jeden Fall ein Nachspiel, denn keiner von beiden hat einen Führerschein.