Mordprozess Feringasee: Plädoyers vor dem Münchner Landgericht

Tat im Affekt oder kaltblütiger Mord? Vor über einem Jahr haben Gärtner die völlig verkohlte Leiche einer Frau aus Plauen an einem Badesee in München gefunden. Beim Mordprozess vor dem Münchner Landgericht muss sich der Lebensgefährte des Opfers, der aus dem Raum Naila stammt, verantworten. Seit fast zwei Monaten läuft die Verhandlung, heute wollen die Rechtsvertreter ihre Plädoyers sprechen.
Der 33-jährige Angeklagte hat bereits gestanden und sich bei der Mutter des Opfers entschuldigt. Er beteuert, er habe sich mit seiner Lebensgefährtin gestritten und sie dabei getötet. Die Tat sei also nicht geplant gewesen. Dann habe er die Leiche an den Münchner Feringasee gefahren und dort angezündet. Seiner Geliebten aus Prag habe er Lügengeschichten aufgetischt. Sie tritt in dem Prozess als Kronzeugin auf und hat ausgesagt, einen Schmerzensschrei aus der Wohnung des Angeklagten gehört zu haben. Das Strafmaß hängt davon ab, ob das Gericht ihm diese Geschichte glaubt.