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Mobiles Testzentrum für ländliche Region

Wunsiedel (dpa/lby) – Das Testzentrum kommt zu den Menschen: Im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge reist ein Team regelmäßig von Ort zu Ort, um möglichst viele auf eine Infektion mit dem Coronavirus zu testen. «So können sich beispielsweise Senioren testen lassen, die selbst nicht mehr so mobil sind», erklärte eine Sprecherin des Landratsamtes. Aber auch Familien hätten nicht immer ein Auto zur Verfügung, um zu den festen Testzentren in der Region zu fahren. «Vor Ort geht es für viele schneller und unkomplizierter.»

Ein fünfköpfiges Team der Firma 21Dx GmbH mache nach einem festen Plan in den Orten Wunsiedel, Marktredwitz, Tröstau, Höchstädt und Arzberg von Montag bis Samstag Station – zweimal pro Woche für jeweils drei Stunden. «Sie bauen ihr Equipment in bestehenden Gebäuden auf, die in der Pandemie gerade nicht genutzt werden», sagte die Sprecherin. Beispielsweise in einem Veranstaltungsraum, Fitnessstudio oder auch im Rathaus.

Wer dort einen Antigen-Schnelltest machen wolle, könne ohne Anmeldung vorbeikommen, erklärte die Sprecherin. Im Internet sollen sich die Personen digital mit ihren Daten registrieren und erhalten das Ergebnis per E-Mail. Aber auch wenn kein Internetzugang zur Verfügung stehe, könne vor Ort ein Test durchgeführt werden. «Die Betroffenen warten einfach eine Viertelstunde und erfahren ihr Ergebnis persönlich.»

Mit dem Angebot sollen Öffnungen in der Region schneller möglich werden. Der Landkreis überlege bereits, eine zweite mobile Schnellteststrecke einzusetzen, sagte die Sprecherin.

Wunsiedel im Fichtelgebirge ist ein Flächenlandkreis mit vielen Bewohnern im hohen Alter und grenzt direkt an den bundesweiten Corona-Hotspot Hof. Im Landkreis selbst sind die Infektionszahlen zuletzt aber deutlich gesunken.

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