Schulkinder gehen in München in die Schule., © Peter Kneffel/dpa/Archivbild

Mit Corona und Lehrermangel: Neues Schuljahr beginnt in der Region

Abstandsregelungen, Maskenpflicht oder doch Home-Schooling? Heute startet die Schule in Bayern. Im Hofer Land werden gut 1.200, im Landkreis Wunsiedel 582 Erstklässler eingeschult. Gleichzeitig steht der Herbst und damit eine mögliche weitere Corona-Welle vor der Tür. Diese Situation müsse man aber beobachten und zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Panik schüren, so Henrik Schödel, Vorsitzender des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes in Oberfranken. Deshalb gelten auch zum neuen Schuljahr die bisher geltenden Regelungen: Abstand halten, lüften und die allgemeinen Hygieneregeln beachten.
Ein weiteres Problem zum neuen Schuljahr ist der Lehrermangel, der sich auch bei uns in der Region auswirkt. Das kritisiert Henrik Schödel vom BLLV:

Bundesweit fehlen bis zu 40.000 Lehrkräfte – so die Einschätzung des Deutschen Lehrerverbandes. Im Landkreis Wunsiedel gibt es aber wohl zunächst genug Personal. Günter Tauber, Schulamtsdirektor des Landkreises:

Die mobilen Reserven fehlen aber. Das sind Lehrer, die bei Schwangerschaften oder im Krankheitsfall einspringen.
Auch im Hofer Land sind die Auswirkungen des Lehrermangels zu spüren, auch wenn zu Beginn des Schuljahres noch jeder Klasse ein Klassenleiter zugewiesen werden kann, so Stefan Stadelmann.

Als Gründe für den Lehrermangel, nennt Stadelmann unter anderem jährlich steigende Geburtenzahlen. Zudem gebe es größere Herausforderungen für die Lehrer, die sich zum Beispiel auch um die Integration ukrainischer Flüchtlingskinder kümmern müssen.
Sollte sich der Lehrermangel weiter zuspitzen, rechnet Stefan Stadelmann damit, dass Lehrer mehrere Klassen gleichzeitig betreuen müssen. Auch Home-Schooling wäre dann denkbar.