Blick auf die Justitia über dem Eingang eines Landgerichts., © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Misshandlung in der JVA Hof?: Wachpersonal habe lange nichts von Taten gewusst

Massive Tritte in die Genitalien, Verbrennungen durch heißes Wasser und unfreiwillige Tätowierungen: Das soll ein Gefangener der JVA Hof durch seine Zellengenossen erlitten haben. Die Gewalttaten sollen sich während eines Corona-Ausbruchs im Gefängnis zum Jahreswechsel 2021/2022 ereignet haben. Die beiden Zellengenossen des Opfers müssen sich seit der vergangenen Woche vor dem Landgericht Hof verantworten. Am dritten Verhandlungstag hat nun auch ein Vertreter der Gefängnisleitung ausgesagt. Wie der Bayerische Rundfunk berichtet, habe das Wachpersonal sofort reagiert, als der Häftling nach mehreren Wochen von den Taten erzählt habe. Das Opfer wurde demnach medizinisch behandelt und in eine andere Zelle verlegt. Diese Schilderungen hätten mehrere Mitgefangene bestätigt.