© Winfried Rothermel

Kinder im Schwimmbad missbraucht – Angeklagter will sprechen

Baden-Baden (dpa) – In einem Prozess um sexuellen Missbrauch von fast 40 Kindern will sich der angeklagte Schwimmlehrer äußern.

Dies wolle er aber erst an diesem Donnerstag, dem zweiten Verhandlungstag, tun – voraussichtlich in Form einer schriftlichen Erklärung, teilte sein Anwalt heute zum Prozessauftakt vor dem Landgericht Baden-Baden mit. Dem 34-Jährigen werden schwere sexuelle Übergriffe auf die kleinen Mädchen vorgeworfen. Er soll die zwischen vier und zwölf Jahre alten Opfer während der Kurse missbraucht, genötigt und zwei Kinder mit dem Tod bedroht haben, damit sie nichts erzählen. Zur Last gelegt werden ihm rund 200 Taten, von denen er manche auch mit einer Unterwasserkamera gefilmt hatte.

Die Sexualstraftaten sollen sich laut Anklage zwischen Oktober 2015 und September 2017 an verschiedenen Orten unter anderem im Raum Rastatt sowie Baden-Baden ereignet haben. Dabei hatte der Deutsche die Mädchen unter Wasser im Intimbereich angefasst – unter dem Vorwand, ihnen Hilfestellung geben zu wollen. Der Angeklagte sitzt seit fast einem Jahr in Untersuchungshaft. Erste Zeugen, darunter Eltern der Kinder, sollen im Anschluss an seine Aussage an diesem Donnerstag gehört werden.